SSS-Prüfung Seerecht in Herrsching am 16.05.2009

Heute punkt 13.00 Uhr war in Herrsching die Seerechtprüfung. Ich schreib mal so gut es geht auswendig was alles dran kam.

Also zunächst war die Aufgabe nach KVR gestellt, man segelt mit MgK 45 Grad und sichtet in MgP 163 ein Fahrzeug mit WWR also ein Maschinenfahrzeug in Fahrt mit 50m Länge oder mehr sowie in MgP 46 ein Fahrzeug Topplichter Rot über Weiß sowie seitlich ein weißes Licht. Frage waren natürlich welche Fahrzeuge man sichtet. C war ein Fischer der nicht trawlt 😉 Zum Glück habe ich mir das heute morgen noch mal angeschaut. Die Frage war natürlich wie die Ausweichsituation nach KVR ist. Bei Fahrzeug B wandert die Peilung in Richtung 160 aus was bedeudete, dass dieses Maschinenfahrzeug wohl nicht relevant sei. Ich habe dieses Fahrzeug als Überholer gesehen, weil eben das Insichtkommen entscheidet, und dies ja dann auch relevant ist. Im Grunde muss das Maschinenfahrzeug so oder so ausweichen ob Überholer oder kreuzende Kurse.

Wir, also A, müssen nach KVR dem Fischer ausweichen, er ist Kurshalter. Das hatte ich wohl richtig 😉 Vermutlich ist das mit dem Überholer nicht so ganz stimmig – warten wirs ab. Es wurde noch gefragt, welches Tagsignal C führt. Ein Stundenglas und ich hatte noch geschrieben ein schwarzer Kegel Spitze unten in Richtung des ausgebrachten Fanggerätes. Das müsste wohl stimmen.

Dann gings auch schon weiter zur SeeSchStrO.

Hier war Aufgabe, dass man als Segler im Fahrwasser segelt (MgK 360) und einer Richtfeuerlinie folgt, um seinen Kompass zu kontrollieren. Auf entgegengesetztem Kurs kommt ebenfalls ein Segler in 180 Grad entgegen. Was ist zu tun? Da beide Segler nicht dem Fahrwasserverlauf folgen, ist nach KVR auszuweichen.

Aufgabe 3 war Radarplotten, was etwas tricky war, weil RaSP 1 bei 10 Grad lag und RaSP 2 bei 9 Grad und ich nur ein DIN A4 Plottingsheet hatte! Die Distanzen waren recht eng der Zeitabstand 10 min. Hier mal ein Tipp für die Praxis, es gibt schöne DIN A3 Vordrucke die man kaufen kann…

Hier musste man eben CPA, KBr, vBr, KB und vB bestimmen. Also eigentlich nichts schweres. Der rwK war mit 180 Grad gegeben und die Fahrt mit 6 Kn auch. Bei beiden Peilungen lag rwK an, was auch wieder etwas Zeit spart und man die zweite RaSP nicht berichtigen musste.

Aufgabe 4. Teilte sich dann in Fragen zum SUG. Was ist eine Bundesstelle und welche Aufgaben hat sie. Wer entscheidet, ob ein Seeunfall untersucht wird (der Direktor der Bundesstelle) und was sind Seeämter und ihre Aufgaben.

Also auch alles machbar.

Ebenfalls wurde noch gefragt wie man sich nach SUG bei einem Unfall verhalten muss.

Also eigentlich sehr human, doch der Teufel steckt ja bekanntlicherweise im Detail!

Morgen 9.00 Uhr gehts noch mal nach Herrsching und ich hoffe, dass es geklappt hat oder ich zumindest in die mündliche Prüfung komme!

Ich werde berichten, ob ich endlich den SSS-Schein in der Tasche habe 😉

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